1 Million More Midwives: Warum mehr Hebammen Leben retten
Share
1 Million More Midwives: Warum die Welt dringend mehr Hebammen braucht
Der Name unseres Modelabels "MORE MIDWIVES" ist Programm: Es fehlen Hebammen weltweit undzwar in Millionenhöhe. Die Initiative der International Confederation of Midwives (ICM) – „One Million More Midwives“ – macht auf den globalen Mangel aufmerksam und zeigt, warum jetzt gehandelt werden muss.
Dramatische Zahlen zur Müttergesundheit weltweit
Jedes Jahr gibt es weltweit 4,3 Millionen Fälle vermeidbare Müttersterblichkeit. Täglich sterben etwa 800 Frauen an vermeidbaren Ursachen im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Geburt.
Diese Zahlen zeigen: Es geht nicht nur um ein Ausbildungsproblem, sondern auch um globale Gerechtigkeit und Zugang zu Gesundheitsversorgung als Grundrecht.
Die zentrale Rolle von Hebammen
Laut der Weltgesundheitsorganisation gilt:
Wenn Hebammen nach internationalen Standards ausgebildet werden und auch Familienplanung anbieten, könnten mehr als 80 % aller Todesfälle bei Müttern und Neugeborenen verhindert werden.
Hebammen begleiten Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett – oft als einzige medizinische Fachkräfte in unterversorgten Regionen. Sie leisten zudem Aufklärung und stärken die Selbstbestimmung von Frauen.
Große Versorgungslücke weltweit
Obwohl Hebammen rund 90 % der notwendigen Versorgung leisten könnten, stellen sie weniger als 10 % der weltweiten Gesundheitsbelegschaft.
Die Ungleichheit wächst weiter – besonders in Ländern mit niedrigem Einkommen.
👉 Die Welt braucht derzeit rund 1 Million weitere Hebammen.
„1 Million More Midwives“
1. Das wahre Ausmaß des Mangels
- Die Zahl: Neueste Studien aus dem Jahr 2026 bestätigen ein Defizit von exakt 980.000 Hebammen weltweit. Ohne sofortiges Handeln wird diese Lücke bis weit in die 2030er Jahre bestehen bleiben oder wachsen.
- Die Kapazität: Hebammen könnten 90% aller wesentlichen Dienstleistungen im Bereich der sexuellen, reproduktiven und mütterlichen Gesundheit (SRMNAH) erbringen – wenn sie die nötige Unterstützung hätten.
2. Warum Investitionen jetzt "Lebensretter" sind
Investitionen in 1 Million zusätzliche Hebammen sind keine Kosten, sondern eine der rentabelsten Gesundheitsstrategien:
- Massive Senkung der Sterblichkeit: Bis 2035 könnten jährlich 4,3 Millionen Leben gerettet werden.
- Konkrete Zahlen: Eine flächendeckende Versorgung durch Hebammen würde 67% der Müttersterbefälle, 64% der Neugeborentode und 65% der Totgeburten verhindern.
- Vermeidung von unnötigen Eingriffen: Mehr Hebammen bedeuten weniger Kaiserschnitte und weniger Folgekosten und -operationen durch ungeschultes Personal.
3. Die Forderungen im Detail
Ergänzend zu den Punkten ist spezifisch zu fordern:
- Vollständiger Tätigkeitsbereich: Hebammen müssen ihren gesamten Kompetenzbereich (full scope of practice) ausschöpfen dürfen, statt nur als "Assistenzen" in Kliniken eingesetzt zu werden.
- Führungspositionen: Integration von Hebammen in politische Entscheidungsprozesse und die Leitung von Gesundheitssystemen.
- Schutz und Sicherheit: Ein Ende der gefährlichen Arbeitsbelastung, die zu Burnout führt und den Beruf unattraktiv macht.
Fazit: Eine Investition in die Zukunft
Mehr Hebammen retten Leben. Mit der richtigen Unterstützung könnten Millionen Todesfälle verhindert werden.
Auch bei more-midwives.com fordern mit unseren Styles und Designs auf Social Media und auf unseren Textilien dauerhafte Budgets für die Hebammenhilfe statt projektbezogener Einmalzahlungen. Nur so lassen sich nachhaltige Strukturen für Generationen und weltweit aufbauen.
Das Ziel ist klar: Eine Welt, in der keine Geburt mehr durch Mangel an Fachkräften gefährdet wird. One Million More Midwives. Invest in Life.
Und hier ein Vergleich von 1 million more midwives zu Deutschland, wie wir mit unseren Hebammen umgehen, die weltweit so gebraucht werden.
