Österreich Hebamme Prozess Margarete Wana

In Österreich: Hebamme Prozess Margarete Wana - Wir haben Einwände

Österreich: Prozess gegen die Hebamme Margarete Wana.

MORE MIDWIVES hat die Ansicht von Margarete Wana hinzugezogen und versucht fernab der österreichischen Presse eine Rekonstruktion des Prozesses in Wien Landgericht in erster Instanz vor Berufung.





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17. Februar 2025 am Wiener Landesgericht Hebamme Margarete Wana wird wegen grob fahrlässiger Tötung im Zusammenhang mit einer von ihr betreuten, geplanten Hausgeburt bedingt zu 15 Monaten Haft verurteilt (nicht rechtskräftig, da in Berufung).

 

 

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Hebamme Margarete Wana: Für mich war die Frau keine Hochrisikopatientin. Ein Kaiserschnitt bei einer vorangegangenen ersten Geburt und das Alter (38) waren für mich kein Grund, dass man eine Hausgeburt nicht macht.




Österreich Hebamme Prozess Margarete Wana Mutter

Die Mutter: Mir war es wichtig, dass ich in meinem eigenen Tempo gebäre. Bei ,einer ersten Geburt in einem Spital Haben die Ärzte sehr viel über meinen Kopf entschieden. Die Medikamente, die man mir im Spital verabreichte, haben auch meinem Kind zugesetzt.

 

 

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Das Gericht: ging von mehreren Sorgfaltsverstößen aus, darunter das Fehlen eines CTG und nicht erkannte Vorbelastungen der Mutter, die einer Hausgeburt entgegengestanden hätten.

 

 

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UNGLAUBLICH UND ERSCHRECKEND Denn bereits der Kaiserschnitt der ersten Schwangerschaft soll ein übersehenes Warnsignal durch die Hebamme gewesen sein. Per Kaiserschnitt kommen mittlerweile 1/3 der Kinder zur Welt. Soll einem Drittel der Frauen nach einem Kaiserschnitt das Grundrecht verwehrt werden, ihren Geburtsort bei einer weiteren Geburt frei wählen zu dürfen?

  

 

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Muss die selbstbestimmte Hausgeburt den Klinikgeburten weichen?

Angesichts solcher Urteile wird es für Hebammen (und Doulas) zunehmend UNMÖGLICH Hausgeburten bei auch nur geringsten Anzeichen möglicher Risiken zu begleiten, obwohl die Kriterien bereits sehr streng sind

Letztlich zählt vor Gericht offensichtlich ausschließlich eine medizinische Gutachtermeinung – eine Sichtweise, die einer klinikfernen Geburt im Nachhinein übergestülpt wird.

 

 

 Ein Arzt oder Ärztin ?

Wäre meistens nicht angreifbar, wenn eine Einwilligung in einen Kaiserschnitt vorläge, nicht so eine Hebamme die über die Risiken einer Hausgeburt aufgeklärt hat.

Die Mutter Verteilte vor Urteilsverkündung einen Flyer:

die Hebamme trägt keine Schuld am Tod unserer Tochter. 

Ich würde mir wünschen, dass dieses Verfahren eingestellt wird

 

 

Was Margarete Wana im Interview teilt und die wir nochmal in unserem Prozess Post auf Instagram aufgegriffen haben: 

  • Der medizinische Befund im Ultraschall zeigte eine unauffällige Plazenta ohne Fehlbildungen. Wegen des Kaiserschnitts der ersten Geburt allein und der trotz Test nicht festgestellten Schwangerschaftsdiabetes, gab es für die Hebamme keinen Anlass, von einer Hausgeburt abzusehen

    - Der Vorwurf zum fehlenden CTG besagt, dass eine frühere Verlegung nicht nur unter Umständen, sondern gesichert, möglich gewesen wäre. Allerdings wurde die akute Stresssituation mittels Dopton rechtzeitig erkannt, woraufhin die Verlegung umgehend erfolgte.

    - Warum wurde die zweite Hebamme (insbesondere zum zeitlichen Vorwurf), die die Geburt ebenfalls begleitete, vom Gericht nicht als Beweismittel zugelassen?

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2 Kommentare

Liebe Hebammen,

ich finde es ungerecht, dass aufgrund des Vorfalls alle weiteren werdenden Mütter nach Sectio keinerlei Chance mehr bekommen, den Geburtsort frei zu wählen! Wohlgemerkt, dass der vorherige Kaiserschnitt, der Mutter in Wien nicht einmal die Ursache für die tragische Geschichte war! Das hätte meinem Verständnis nach auch bei einer Hausgeburt einer risikofreien Gebärenden passieren können, die zuvor keinen Kaiserschnitt erleben musste.
Wer in Österreich nimmt sich das Recht heraus einer werdenden Mutter vorzuschreiben wo und wie sie ihr Kind zur Welt bringen darf?!
Es passieren viele Vorfälle in Krankenhäusern während einer Geburt, die vertuscht werden! Das hinterfragt keiner und das wird nicht öffentlich in den Medien gebracht?

Wir werdenden Mütter nach einer Sectio werden vom System gezwungen das Kind in einem Krankenhaus auf die Welt zu bringen, wo es nur so von Keimen schwirrt und wo viel zu früh viel zu viele Interventionen gesetzt werden!
Denn eine andere Option wäre noch eine Alleingeburt zuhause, bei der man aber leider rechtlich verklagt werden kann!!
In welcher Welt leben wir?
Ist es nicht normal, sein Kind zuhause auf die Welt zu bringen?
Österreich müsste für Hebammen nur einen geregelteren Schutt bieten, dann würden so viel mehr Hebammen eine HABC (Home birth after cesarean) begleiten!

Nadine

Liebes Hebammenteam,
ich finde es schlimm, wie mit der Hebamme umgegangen wird. Aus meiner Sicht trifft sie keine Schuld. Auch im Krankemhaus gibt es Todesfälle vom Babys und man erlebt es kaum, dass sich Ärzte dafür verantworten müssen. Geschweige denm für die vielen Traumats, die durch eine nicht selbstbestimmte umd aufgezwundene Geburt im Krankenhaus entstehen können.

Johanna Losch

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