Schließung der Geburtshilfe am Kohlhof in Neunkirchen: St. Wendel und ein opportunistischer Minister Magnus Jung
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Erinnern wir uns an den Welthebammentag 2025? Damals gab es warme Worte von Minister Magnus Jung für die Geburtshilfe. Doch die aktuelle Realität sieht anders aus: Derselbe Minister treibt nun Pläne voran, die den Kreißsaal und die Kinderklinik am Marienhaus Klinikum Kohlhof in Neunkirchen schließen und nach St. Wendel verlegen sollen.
Das ist ein politisches Paradoxon. Erst 2024 wurde die Geburtshilfe in St. Wendel wegen Personalmangels dichtgemacht und an den Kohlhof verlagert. Jetzt soll das Ganze gegen den Willen der Fachkräfte und der Klinikleitung wieder zurückgedreht werden. Während das Team am Kohlhof mit der Botschaft „Wir sind da!“ für den Standort kämpft, ignoriert die Landesregierung die Versorgungssicherheit im Saarpfalz-Kreis.
Wer einen funktionierenden Ankerpunkt für Familien opfert, nur um auf dem Papier Strukturen zu verschieben, handelt verantwortungslos. In der Geburtshilfe zählen Minuten und eingespielte Teams, keine theoretischen Reißbrett-Planungen. Wenn die Politik so weitermacht, bleibt von dem Versprechen einer "Guten Geburt" in der Region nicht viel übrig. Es ist Zeit, dass der Widerstand der Hebammen und der betroffenen Kommunen endlich gehört wird, statt bewährte Stationen im Namen einer fragwürdigen Zentralisierung wegzukürzen.
Wir haben auch einen aktuellen Film mit einer Hebamme für unsere Social-Media-Kanäle produziert. Jetzt wisst ihr, worum es geht!