St. Josefs Potsdam Geburtshilfe schließt + Petition
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Unfassbar... und wieder haben die Hebammen von ihrer eigenen Schließung in der Presse erfahren:
Das Aus der Geburtshilfe im St. Josefs Potsdam ist ein weiterer schwerer Schlag für die geburtshilfliche Versorgung.
Ab dem 1. August wird die Geburtshilfe am St. Josefs-Krankenhaus geschlossen. Im Jahr 2023 kamen dort noch 638 Kinder zur Welt. Künftig wird es in Potsdam nur noch eine Geburtsklinik geben – das Klinikum Ernst von Bergmann.
Für werdende Familien bedeutet das weniger Wahlfreiheit und eine stärkere Konzentration der Geburten an einem einzigen Standort. Gleichzeitig schließt mit der Geburtshilfe auch die einzige Babyklappe Brandenburgs.
Die Verantwortlichen betonen, die Versorgung bleibe gesichert. Doch die Realität sieht oft anders aus: Schon heute arbeiten viele Kreißsäle an ihrer Belastungsgrenze. Fällt ein weiterer Standort weg, steigen die Anforderungen an die verbleibenden Teams – für Familien ebenso wie für Hebammen, Pflegekräfte und Ärztinnen und Ärzte.
Besonders bitter ist, dass solche Schließungen häufig sehr kurzfristig erfolgen. Nicht selten erfahren selbst die Mitarbeitenden erst aus den Medien von den Entscheidungen. Für viele Hebammen geht es dabei nicht nur um ihren Arbeitsplatz, sondern um ihre berufliche Existenz.
Die Schließung in Potsdam ist kein Einzelfall. Sie steht stellvertretend für eine Entwicklung, die die geburtshilfliche Versorgung in Deutschland seit Jahren prägt: Immer weniger Kreißsäle, immer längere Wege und immer weniger Wahlmöglichkeiten für Familien.
Jeder geschlossene Kreißsaal ist ein Verlust – für die Region, für die Familien und für die Menschen, die Geburtshilfe mit Herz und Fachkompetenz leisten.
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